Runtastic Orbit Fitnesstracker im Test

Runtastic Orbit im Test: Was kann der Fitnesstracker?

Fitnesstracker Runtastic Orbit Erfahrungsbericht
Auf der Verpackung ist schön zu sehen, welche Trage-Optionen es für den Runtastic Orbit gibt.

Die Lauf-App von Runtastic gehört zu den besten Programmen, die es auf dem Markt gibt. Top Qualität, faires Preis-Leistungs-Verhältnis, simple Bedienung. Aber wie gut ist der Fitnesstracker aus dem Hause Runtastic? Ich habe den Runtastic Orbit während meiner 10000-Schritte-Challenge getestet. Hier findet ihr ein ausführliches Fazit zum Gerät (und zur 'Me'-App von Runtastic). Der Übersichtlichkeit halber habe ich für die Bewertung ein paar Aspekte herausgegriffen, die für jeden Nutzer im Alltag wichtig sind.

 

Wie einfach ist die Bedienung des Runtastic Orbit?

Packung auf, Chip in eines des mitgelieferten Fitnessarmbänder schieben, kurz aufladen und los geht's. Der Runtastic Orbit ist schnell startklar und auch sonst total simpel zu bedienen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Tracker am Körper zu befestigen (siehe Foto) - natürlich am Handgelenk, aber auch am Hosenbund oder als Halskette. Über einen großen silbernen Druckkopf an der Vorderseite des Geräts, lassen sich vier Menüpunkte aufrufen: Uhrzeit, Schrittzähler, verbrannte Kalorien, aktive Minuten. Viel einfacher geht es nicht - und das ist auch gut so. Orbit anbringen, den Tag angehen, Schritte zählen lassen.

 

Ausgewertet und optisch ansprechend dargestellt werden die Zahlen des Tages dann mit Hilfe der 'Runtastic Me'-App für das Smartphone. Im Google-Play-Store oder bei iTunes ist die App gratis. Wer sie heruntergeladen hat, muss den Orbit-Fitnesstracker dann natürlich erstmal mit der App verbinden, um die Daten zu übertragen. Und das funktioniert via Bluetooth. Keine Sorge, auch das ist total simpel. Einfach auf dem Smartphone die Bluetooth-Funktion aktivieren (beim iPhone über den Menüpunkt Einstellungen), schon findet das Smartphone den Fitnesstracker und synchronisiert automatisch alle Daten. In meinem 14-tägigen Test mit dem iPhone hatte ich nie Probleme. Die Verbindung steht innerhalb von wenigen Sekunden, die Datenübertragung klappt einwandfrei.  Ich habe meistens abends gecheckt, wie meine Tagesbilanz so war.

Runtastic Orbit mit Me-App

Verarbeitung und Optik?

Der Runtastic Orbit wird mit zwei Armbändern (eines in blau, eines in schwarz) und einem Clip geliefert. Alle Bestandteile sind aus Kunststoff und wasserdicht. Das Material fühlt sich weich an und ist sehr angenehm zu tragen. Raue Kanten oder erhabene Stellen, die Druckpunkte auf der Haut erzeugen, gibt es nicht. Weil der Kunststoff so flexibel ist, lässt sich der Chip problemlos einschieben.

 

Zur Optik: Mir persönlich gefällt das blaue Fitnessarmband am besten, weil der Farbton schlicht und gleichzeitig modern ist. Ein absoluter Hingucker, auch im Büro (es gibt übrigens auch Ersatzbänder in insgesamt 11 verschiedenen Farben). Die Kollegen haben mich mehrfach auf das Teil angesprochen. Wer keine Lust hat aufzufallen, trägt am besten das schwarze Armband. Das ist so schlicht, dass es im Alltag kaum auffällt (passt auch gut zu Business-Hemden). Völlig unauffällig ist natürlich der Clip, der sich beispielsweise am Gürtel oder an der Hosentasche anbringen lässt.

Wie präzise ist der Runtastic Orbit?

Schrittzähler Runtastic Orbit

Das Thema Präzision ist bei Fitnesstrackern natürlich entscheidend - und es ist ein echt schmaler Grat. Schließlich muss das Gerät so sensibel sein, dass es Laufbewegungen als solche erkennt und es sollte andere Bewegungen (zum Beispiel reine Armbewegungen beim Autofahren) aus der Fitnessbilanz heraushalten. Zur Einschätzung des Runtastic Orbit habe ich die Schrittzählerfunktion meines iPhone 6 genutzt.

 

Was mir dabei aufgefallen ist: Um die Aktivitäten des Tages realistisch zu tracken, muss der Orbit-User das Gerät passend zur Bewegungsform am Körper anbringen - das heißt: vor einer Radfahrt sollte der Runtastic Orbit am besten mit dem Clip am Unterkörper befestigt werden, nicht am Arm. Ich bin mehrmals mit dem Rad zur Arbeit gefahren - mit dem Tracker am Arm - und habe mich hinterher geärgert, dass der Orbit die Radfahrt nicht in die Schrittbilanz einbezogen hat. Klar, ich mache beim Radfahren keine Schritte, aber die Fahrt zur Arbeit ist ein wichtiger Teil meiner täglichen Bewegungsbilanz (müsste also im Menüpunkt 'aktive Minuten' auftauchen). Mit dem Clip am Bein (Hosenbund oder Hosentasche) registrierte der Orbit die Fahrt einwandfrei.

 

Der Wechsel vom Clip zum Armband und umgekehrt ist im Alltag allerdings etwas nervig und sollte nicht nötig sein, wie ich finde. Ich als Nutzer möchte mich morgens beim Anziehen für eine Trageform entscheiden (Armband oder Clip) und möglichst nicht mehr wechseln. Leicht enttäuscht war ich auch nach einer Autofahrt von der Arbeit nach Hause mit dem Orbit am Arm: Der Fitnesstracker zählte während der 15-minütigen Fahrt fast 300 Schritte, obwohl ich die ganze Zeit im Auto saß. Das meinte ich mit dem schmalen Grat in Sachen Präzision: Eine reine Armbewegung oder eine Erschütterung beim Autofahren darf nicht als Schritt gezählt werden. 

Mein Fazit zum Runtastic Orbit

Der Runtastic Orbit misst auch die Schlafeffizienz

Wer berücksichtigt, dass die Trageposition zur Bewegungsform passen muss, wird mit dem Runtastic Orbit viel Spaß haben. Denn das Gerät tut, was es soll, das Preis-Leistungsverhältnis passt und es ist echt leicht zu bedienen. Top ist auch die Akkuleistung - ich musste den Orbit nur alle drei Tage zum Laden per USB-Kabel mit dem Computer verbinden.

 

Besonders interessant war für mich persönlich zudem die Schlafanalyse-Funktion. Einfach abends vor der Nachtruhe den Bedienbutton drei Sekunden lang gedrückt halten, schon schaltet das Gerät auf Schlaftracking um und registriert die Schlafphasen. Es gibt auch einen Vibrationsalarm, mit dem man sich wecken lassen kann. Allerdings vibriert das Gerät nur drei Mal kurz - das reicht nicht, um mich aufzuwecken (warum vibriert es nicht solange, bis der User per Knopfdruck das Schlaftracking beendet?). Eine Erweiterung des Orbit um eine Schlafphasenweck-Funktion wäre natürlich genial, würde den Preis aber sicherlich in die Höhe treiben.  Mein Fazit kurz und knapp: Günstiges, schickes und empfehlenswertes Gerät für alle, die Fitnesstracking mal ausprobieren möchten, ohne gleich viel Geld dafür auszugeben. Daumen hoch!

Runtastic Orbit mit blauem Armband und Me-App