Das Prinzip der YAS-App
Credit: YAS.life

Die YAS-App im Check: Prämien für Bewegung

Ich bin bei Recherchen für ein anderes Thema auf die YAS-App gestoßen. Das Prinzip ist simpel und unter Umständen interessant für Leute, die gerne mehr Sport treiben würden, aber Motivationsprobleme haben: Es gibt Belohnungen in Form von Prämien für Dranbleiber.

 

Aus dem Supermarkt kennen wir das ja schon - einkaufen, Payback-Karte vorzeigen, Punkte kassieren und irgendwann eine Prämie abgreifen. Jetzt gibt es auch für sportliche Betätigungen Punkte. YAS belohnt Bewegung: Wer am Tag mindestens 7.000 Schritte zurückgelegt hat, bekommt 5 Punkte, für 10.000 Schritte gibt es 10 Punkte (belohnt werden aber auch Aktivitätsphasen mit erhöhter Herzfrequenz von mindestens 20 Minuten). Die App nutzt die Bewegungsdaten von Fitbit-Fitnesstrackern oder von Apple Health für die Berechnung der Tageswerte. Ist eine bestimmte Punktzahl erreicht, lassen sich Prämien bei verschiedenen Partnern einlösen. Ich werde die App für eine gewisse Zeit testen und hier darüber berichten.

 

Laut YAS finanziert sich die App nicht darüber, dass Daten der Kunden weiterverkauft werden. "Bei uns finden die deutschen und europäischen Datenschutzbestimmungen Anwendung, die uns gesetzlich an klare Regeln hinsichtlich der Verarbeitung personenbezogener Daten binden. Von allem Gesetzlichen einmal abgesehen, ist es nicht unser Anliegen, mit Deinen Daten Handel zu betreiben. Wir verstehen uns als Dienstleister, der im Sinne Deiner Gesundheit tätig ist", heißt es im FAQ-Bereich der YAS-Webseite. Brisant ist die Nutzung von Bewegungs- und letztendlich Gesundheitsdaten natürlich dennoch. Ich finde den Ansatz allerdings wirklich interessant und könnte mir vorstellen, dass Fitness-Apps demnächst stärker auf den Faktor Motivation setzen - neben dem Spieltrieb (Gamification) könnte bald auch der Sammeltrieb stärker genutzt werden.