Was bringt Apple Health in Sachen Fitness?

Apple Health-App

Die Sorge war groß, als Apple seine Health-App vorstellte: Wird der iPhone-User jetzt zum gläsernen Menschen? Kooperiert Apple bald mit Krankenversicherungen, um aus den gesammelten Daten Kapital zu schlagen? Sagen wir so: Die Grundvorraussetzungen sind gegeben, denn mit der Health-App lassen sich wirklich alle denkbaren Formen von Daten sammeln und tracken - vom Körpergewicht bis hin zur sexuellen Aktivität. Allerdings muss der User momentan noch viele Daten von Hand ins Smartphone eingeben - wenn er das denn möchte.

 

Ich nutze die Health-App vor allem, um meine gelaufenen Schritte pro Tag zu beobachten. Denn ich habe das Ziel, aktiv zu leben und versuche pro Tag mindestens 10.000 Schritte zu gehen. Die App registriert automatisch meine Bewegungen (nicht mit GPS-Daten, sondern mit Hilfe von Sensoren im iPhone). Wenn die Ortungsfunktion Vorraussetzung für die Schrittzählung wäre, würde ich sie nicht nutzen. Für meine Bedürfnisse ist die Funktion also absolut sinnvoll. Wobei ich nie getestet habe, wie präzise die Schritte gezählt werden. Die Health-App registriert übrigens auch die Zahl der genommenen Treppenstufen und Stockwerke.

Schrittzähler-App funktioniert ohne GPS

Was kann die Health-App?

Durch die Nutzung der Apple Watch oder von Nike-Fuel-Anwendungen lassen sich garantiert noch weitere Daten sammeln, die einen besseren Überblick über die Tagesaktivitäten geben. Ich habe die Runtastic-Results-App und die Nike-Running-App als Quellen für Bewegungsdaten freigegeben. Je nachdem, welche Sensoren der User mit der App kommunizieren lässt, zeigt sich ein kompletteres Bild des Anwenders. Die Apple Watch könnte beispielsweise Pulsdaten aufzeichnen, den Blutdruck muss der User weiterhin von Hand messen und eintragen - dafür gibt es weiterhin keine Sensoren, was schade ist. Denn eine automatische Archivierung der Blutdruckdaten wäre für Bluthochdruckpatienten (wie mich) eine echte Entlastung im Alltag und aus medizinischer Sicht sinnvoll, um die Entwicklung der Blutdruckwerte zu beobachten. 

 

Im Vergleich dazu sind Funktionen wie das Schrittezählen Spielerei. Für Sportler und Körperbewusste (aber auch Allergiker) ist eventuell noch die Rubrik Ernährung interessant, mit der sich die pro Tag aufgenommenen Nährstoffe festhalten lassen. Wichtig für die Regeneration ist ein erholsamer Schlaf, der sich ebenfalls tracken lässt - im Menüpunkt Schlafanalyse.

Mein Fazit zur Apple Health App

Eine nützliche, kostenlose Anwendung zur Beobachtung der Alltagsaktivitäten, die allerdings davon lebt, welche Daten der User der App freigibt. Alles andere wäre auch nicht wünschenswert. Schließlich sollte der Anwender die Kontrolle über seine Bewegungsdaten behalten.

Einziger Nachteil aus meiner Sicht: Die Daten lassen sich immer nur durch mehrere Klicks und über den Umweg über verschiedene Menüs und Untermenüs abrufen. Schön wäre eine Möglichkeit, sich einen individuellen Startbildschirm zusammenzustellen - in meinem Fall mit den Schrittzähler-Daten und den zurückgelegten Kilometern.

Weitere Bilder aus der Health-App