Jeden Tag 10000 Schritte - das Experiment

Keine Chance für Bluthochdruck & Co.

Wir Menschen sind zum Laufen geboren - im Alltag kommt die Bewegung allerdings oft zu kurz. Die Folge: Übergewicht, Bluthochdruck, schlechte Laune. Gegen all das soll eine einfache Verhaltensänderung helfen. Wer pro Tag 10000 Schritte macht, bleibt fit und in Form. Das verspricht die Weltgesundheitsorga-nisation WHO.

 

10000 Schritte pro Tag? Läuft!

Die Ansage ist klar und deutlich: Jeden Tag mindestens 10000 Schritte machen. Viel simpler geht es nicht - dachte ich zumindest. Denn wer das Ganze ausprobiert, wird sich wundern, wie viel Bewegung doch nötig ist, um auf die 10000 Schritte zu kommen. Irgendwie musste ich meine tägliche Akvitität festhalten. Also habe ich mich zu Testzwecken für den Fitnesstracker Orbit von Runtastic entschieden und 14 Tage lang richtig Meter gemacht. 

 

10000 Schritte - das Experiment

Wie alltagstauglich ist die Schritte-Challenge?

Vor dem Test hielt ich mich für einen aktiven Menschen. Mein Schrittzähler zeigte mir jedoch relativ schnell, dass mein Bewegungspensum nicht besonders vorbildlich ist. Knapp 7000 Schritte lege ich an einem normalen Bürotag zurück, dabei ignoriere ich Aufzüge oder Rolltreppen aus Prinzip. Über dem gesellschaftlichen Durchschnitt liege ich mit meinem Bewegungspensum trotzdem. Denn Statistiken zufolge kommen die meisten Menschen pro Tag nur auf 1500 bis 5000 Schritte.

 

Wie schon erwähnt: Mein Pensum liegt laut Runtastic-Orbit-Fitnesstracker in der Regel bei 7000 Schritten. Um auf die 10000 Schritte zu kommen, war also oft ein zusätzlicher Spaziergang nötig. 20 Minuten um den Block gehen, einmal zum Supermarkt und zurück, das Kind im Buggy durch die Nachbarschaft schieben und dabei Musik hören - alles Dinge, die sich im Alltag machen lassen, auch und gerade mit Familie.

 

So ein Fitnesstracker motiviert, keine Frage. Tagsüber ging mein Blick immer wieder auf den Schrittzähler am Handgelenk. 1001, 1002, 1003 - jeder Schritt brachte mich meinem Tagesziel näher. Teilweise war das Zwischenergebnis aber auch ein kleiner Downer: Was, erst 3400 Schritte?! Das kann doch nicht sein, ab in den Park! Da ich gerne spazieren gehe, fielen mir die Extrameilen nicht wirklich schwer, das muss ich zugeben.

 

Mein Fazit: 180.000 Schritte in 14 Tagen, 34.000 verbrannte Kalorien

Bewegung tut nicht nur dem Herz-Kreislaufsystem gut, Bewegung macht auf Dauer auch schlank - und das ganz nebenbei. Denn die 10000 Schritte lassen sich mit etwas Disziplin wirklich gut bewältigen. Einfach mal selbst ausprobieren! Mein Lohn für die ganze Lauferei (ca. 180.000 Schritte): Fast 35.000 verbrannte Kalorien in 14 Tagen (im Schnitt 2.300 pro Tag). Das kann sich doch sehen lassen, oder?

Anleitung: So funktioniert die 10000-Schritte-Challenge

  • Einen klassischen Schrittzähler oder Fitnesstracker besorgen (beispielsweise den Orbit von Runtastic). Alternativ die Tracking-Funktion des Smartphones oder der Smartwatch nutzen.
  • Laufen, laufen, laufen.
  • Besonders in der schönen Jahreszeit empfehlenswert, aber auch im Winter toll: Foot-Commuting - also zur Arbeit joggen oder laufen statt das Auto oder die Bahn zu nutzen. Mein Arbeitsplatz liegt nur 5 Kilometer entfernt, was für Turnschuhpendler optimal ist. Allein ein Weg brachte mir schon fast 7000 Schritte.
  • Liest sich total abgedroschen, ist aber mega effektiv: Rolltreppen oder Aufzüge ignorieren, stattdessen konsequent Treppen nutzen.
  • Am Arbeitsplatz den direkten Kontakt zu den Kollegen suchen - kurz rüberlaufen, nicht zum Telefon zu greifen oder eine E-Mail zu schreiben. Das bringt übrigens auch soziale Pluspunkte!
  • In der Mittagspause einen Verdauungsspaziergang einlegen. Einfach eine Runde um den Block gehen oder 15 Minuten durch einen nahegelegenen Park laufen.
  • Eine neue Routine einführen: Zum Abschluss des Tages 15 bis 30 Minuten spazierengehen und dabei die Ereignisse des Tages im Kopf Revue passieren lassen. Was war schön? Was lief super? Positiv denken, um gut gelaunt in den Abend zu gehen.