Die Bootbox: Workout mit WG-Feeling

Workout in der Bootbox Köln

In Köln-Ehrenfeld gibt es eine neue Anlaufstelle für Fitness-Fans. Mit der Bootbox hat sich das Original-Bootcamp-Team einen Traum erfüllt - ein neues Hauptquartier mit Indoor- und Outdoor-Trainingsflächen. Und das Ganze hat wirklich Charme, denn das Gym in der ehemaligen Fabrikhalle ist vollgepackt mit liebevollen Details. Ich habe mir die neue Anlage angeschaut und mit Christoph Adelmann vom Bootcamp-Team über das Konzept gesprochen. Bisher fanden alle Workouts des Teams an der frischen Luft statt, in Parks oder am Rheinufer. Jetzt gibt es zusätzlich mehrere Kurse in der Bootbox. Geplant sind auch Ernährungs-Seminare, denn ein wichtiger Teil der Box ist die Küche im WG-Style. 

Ein Blick in die Bootbox

Die Küche für Ernährungsseminare in der Bootbox Köln

Ob die Bootcamp-Macher auf die Idee mit der gemütlichen Küche kamen, weil sie sich vor Jahren als Studenten an der Sporthochschule Köln kennengelernt haben? Gut möglich. "Uns war es auf jeden Fall wichtig, ein bisschen WG-Atmosphäre in die Bootbox zu bringen", sagt Christoph Adelmann, der beim Original Bootcamp für Marketing und PR zuständig ist. 'Eat, train, laugh' ist das Bootcamp-Motto - und das ist auch in der Bootbox Programm. Zusammen trainieren, essen und lachen. In normalen Fitnessstudios ist es schwierig ein Gemeinschaftsgefühl aufzubauen, schließlich trainieren die meisten für sich alleine. Das ist in der Bootbox anders. Weil die Kurse mit höchstens 12 Personen stattfinden und weil selten mehr als zwei Kurse gleichzeitig laufen, sind maximal 24 Leute in der Box. Das verbindet. Was die Bootbox ansonsten von anderen Fitnessclubs unterscheidet, erklärt Christoph im Interview.

 

Wann und wie seid ihr auf die Idee gekommen, euch eine feste Basis einzurichten? Das Bootcamp-Training fand ja bisher immer an verschiedenen Standorten statt.

"Unsere alten Büroräume sind leider im Januar 2015 abgebrannt. Während der Zeit im einem provisorischen Übergangsbüro kam die Idee der Bootbox, aus vielen verschiedenen Gründen: Wir brauchten neue Büroräume brauchten - die sind jetzt im Obergeschoss. Wir brauchten regelmäßig Platz für Fortbildungen von Trainern. Außerdem ist gesunde Ernährung ist ein fester Bestandteil unserer Bootcamps, deswegen haben wir nach Anlagen geschaut, in denen wir eine Eventküche einbauen können. Es gibt auch Trainingselemente, die wir in unseren Bootcamps nicht abdecken können - dazu gehört Mobility Training bei kalten Temperaturen oder nassem Wetter, der Einsatz von Langhanteln für Maximalkraft-Training, aber auch ein fester Zugang zu Klimmzugstangen oder Boxsäcken. Und nicht zuletzt haben wir uns damit einen Lebenstraum erfüllt und ein Zuhause für das Bootcamp-Team geschaffen. Hier werden wir regelmäßig gemeinsam trainieren, neue Workouts testen und unsere Trainings weiter verbessern."

Christoph Adelmann vom Original Bootcamp
Christoph Adelmann hat in Köln Sportmanagement studiert und ist bei Original Bootcamp zuständig für Marketing und PR.

Was unterscheidet euch von Crossfit-Boxen und vom Training, das dort geboten wird?

"Folgende Punkte: Im Gegensatz zum Crossfit sind wir weniger kompetitiv. Wir verzichten auf Scoreboards, denn der individuelle Einsatz im Team zählt mehr als die einzelne Leistung. Wir bieten als Einzige feste Kurse in festen Teams mit automatischem Ende an. Die Bootbox ist auch gemütlicher eingerichtet als viele 'Industrial Style'-Crossfit-Boxen. Außerdem haben wir eine feste Outdoor Fläche und die

Möglichkeit eine Küche zu nutzen. Olympic-Lifting-Elemente wie beim Crossfit werden wir nur in ganz geringem Maß einführen, da sie unserer Ansicht nach für Alltagsathleten zu komplex sind. Insgesamt legen wir besonders auf eine saubere Technik Wert, denn bei uns steht die Gesundheit im Fokus, nicht der Wettbewerb. Deshalb gibt es bei uns zum Beispiel auch keine AMRAP-Workouts (so viele Wiederholungen wie möglich). Und wir bieten verschiedene Workouts für unterschiedliche Zielsetzungen an."

Alles geben in der Bootbox Köln
Trainingsanlage der Bootbox Köln
Die Außenanlage besteht aus wetterfestem Schiffsholz - angefertigt wurde sie von einem Tischler aus Bonn, der Sportwissenschaft studiert hat.

Was spricht aus eurer Sicht gegen das klassische Fitnessstudio und für die Bootbox?

"Für uns spricht in erster Linie die kleine Gruppengröße und die persönliche Betreuung von Top-Trainern. Wir haben sehr hohe Auswahlkriterien für unsere Trainer - nur 12 Prozent der Bewerber werden von uns engagiert und danach noch speziell ausgebildet. Die Trainer leiten nicht nur an, sondern korrigieren ständig und gehen individuell auf alle ein. Wir arbeiten in festen Teams und in einem festen Kurssystem. Das sorgt für zusätzliche Motivation zum Training zu kommen und im Training alles zu geben. Wichtig ist auch, dass wir aus dem Personal-Training-Bereich kommen und Workouts bieten, die unserer Ansicht nach sportwissenschaftlich sehr viel durchdachter sind als klassische Gruppenkurse. Für Frischluftliebhaber haben wir eine Außenfläche."

 

Übernimmt die Krankenkasse einen Teil der Kursbeiträge, wie das bei vielen Rückbildungskursen für Frauen der Fall ist?

"Derzeit noch nicht, wir haben die Kurse aber auch noch nicht eingereicht. Das soll demnächst passieren. Allgemein werden Bootcamps von der Krankenkasse nach $20 SGB V gefördert. Jeder bekommt von uns eine Bescheinigung über die Teilnahme, die sich dann bei der Krankenkasse vorlegen lässt. Oft ist die Übernahme der Kosten dann nur noch Verhandlungssache."

 

Als Abonnent habe ich nur Zugang zur Box, wenn gerade ein Kurs stattfindet, oder? Ich kann also nicht spontan mal ein Workout auf eurem Gelände durchführen?

"Das ist richtig. Ausnahmen gelten nur für Trainer."

 

Alle Infos zu den unterschiedlichen Kurs-Varianten und Trainern gibt es auf der Webseite der Bootbox unter www.boot-box.de.

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0